Projektpartner aus Lieberose

Im Jahr 2021 hat die Maria-Pawlowna-Gesellschaft Kontakte zu den Partnern entlang der Erlebnisroute Maria Pawlowna geknüpft.
Die Reiseroute Maria Pawlownas verlief über einen kleinen Ort in der Lausitz namens Lieberose. Dort befand sich eine Poststation mit Herberge, die im Jahr 1802 durch den Königlich-Sächsischen Kammerkommissar Trierenberg aufgebaut wurde. In Lieberose gibt es einen aktiven Förderverein, der sich um historische und aktuelle kulturelle und touristische Belange des Ortes kümmert. Mit dem Förderverein plant unser Verein Nachforschungen anzustellen, wo die Reisegesellschaft tatsächlich übernachtet hat und von wem sie dort empfangen und begrüßt wurde. Weiterhin soll die Geschichte der Poststation von Lieberose dokumentiert werden. Geplant ist das Aufstellen  einer Informationstafel zur Erlebnisroute Maria Pawlowna in Lieberose.
Unsere vielfältigen Aktivitäten können wir nur geleinsam mit unseren Projektpartnern vor Ort umsetzen. Einer dieser Partner ist nun der Förderverein Lieberose. Kürzlich ist in der Märkischen Oderzeitung ein Artikel über seine Aktivitäten veröffentlicht. Das Projekt unserer Gesellschaft „Erlebnisroute Maria Pawlowna“ spielt bei dieser Veröffentlichung eine wesentliche Rolle. Den Artikel können Sie hier ansehen.

Umfassende Recherchen

Wie verlief die Reise des jungen Ehepaars Maria Pawlowna und Carl Friedrich von St. Petersburg nach Weimar nach ihrer Hochzeit im Jahr 1804?

Seit Anfang des Jahres 2021 haben wir begonnen, die Vorstudie zum Projekt „Erlebnisroute Maria Pawlowna“ inhaltlich zu bearbeiten. Dies betrifft in erster Linie umfangreiche Internet-Recherchen zu den wesentlichen Aspekten der Vorstudie, wie:

  • Genauer Verlauf der Reiseroute
  • Chronologie der Reise anhand der Tagebücher, Briefe, Zeitungsberichte etc.
  • Historische Post- und Reisekarten
  • Postwesen im Russischen Reich und im Königreich Preußen zur Zeit der Reise
  • Poststationen entlang der Reiseroute
  • und vieles mehr

Wir können sagen: es ist sehr spannend! Die pandemiebedingten Einschränkungen haben sich für solche Recherchen als fruchtbar erwiesen: man braucht Zeit dafür und sie war da.  

Wir recherchieren in Archiven und Bibliotheken, auf privaten und staatlichen Plattformen, führen intensiven Schriftverkehr mit Personen und Organisationen. Und finden dabei aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen mit ausgezeichnetem Fachwissen, die sich für unser Projekt begeistern und uns wichtige Informationen übermitteln. Eine Fülle an hochinteressanten Dokumenten stapelt sich auf unserem Server. In der kommenden Zeit werden wir diese Informationen genau analysieren und auswerten. Und Sie darüber informieren. Haben Sie aber bitte etwas Geduld! Oder melden Sie sich bei uns. Wir finden eine angemessene Aufgabe auch für Sie, damit wir schneller vorankommen.

Als Vorgeschmack möchten wir Ihnen jetzt einen kurzen Bericht aus der Rigaschen Zeitung Nr. 77 vom 24. September 1804 vorstellen.

Die Transkription des Textes lautet:

Weimar, den 14. Sept.

Den 6ten September traf als russisch-kaiserlicher Abgesandter der Oberst Zuliesky hier ein mit einer offiziellen Notifikation des russischen Hofes von der Vermählung der Großfürstin Maria Pawlowna mit dem Erbprinzen von Sachsen-Weimar. Dem reg. Herzog überbrachte er die drei großen russischen Orden, mit Solitairs reichlich verziert, und der Herzogin Mutter den Katharinen-Stern, aus reichen Brillanten zusammen gesetzt.

(Für die freundliche Unterstützung des Projektes und Recherchen in Lettischen Archiven danken wir ganz herzlich Dr. Parsla Petersone, Lettland)